
Die Überwachung der Außenluftqualität ist unerlässlich, um Umweltbedingungen zu bewerten und Zusammenhänge zwischen Schadstoffindikatoren zu untersuchen. Diese Studie präsentiert eine querschnittliche Vergleichsanalyse zentraler Luftqualitätsindikatoren (PM2.5, O3, NO2, SO2, CO und flüchtige organische Verbindungen) – ergänzt um eine Kontextvariable zur Schadstoffexposition (feste Brennstoffe in Haushalten) – für verschiedene Länder in Lateinamerika und der Karibik im Jahr 2024. Ziel ist es, Luftqualitätsprofile zu charakterisieren, indem die Wechselwirkungen zwischen den Indikatoren sowie die relative Positionierung der einzelnen Länder analysiert und beide Elemente in einen multivariaten Rahmen integriert werden. Zur Erstellung einer integrierten Darstellung der Daten wurden multivariate statistische Verfahren angewandt, darunter das HJ-Biplot-Verfahren und die Clusteranalyse. Die Ergebnisse offenbaren länderspezifische Unterschiede in der Ausprägung der Luftqualitätsindikatoren: Während einige karibische Staaten durch niedrigere Werte bei den Schadstoffindikatoren gekennzeichnet sind, weisen etliche süd- und mittelamerikanische Länder höhere Werte auf. Zudem deuten die Ergebnisse auf Zusammenhänge zwischen den Luftqualitätsindikatoren und Faktoren wie Indikatoren für industrielle Aktivität, Bevölkerungsdichte sowie der Nutzung fester Brennstoffe in Haushalten hin. Angesichts des Querschnittcharakters der Daten sind diese Erkenntnisse eher als Korrelationen denn als kausale Zusammenhänge zu interpretieren.